Trinkwasser prüfen
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Eine Trinkwasseranalyse zeigt immer nur die Stoffe, die tatsächlich geprüft wurden. Viele Standardanalysen konzentrieren sich vor allem auf gesetzlich vorgeschriebene Werte wie Nitrat, pH-Wert, Leitfähigkeit, Härte, bestimmte Metalle und mikrobiologische Parameter. Moderne Belastungen wie Medikamentenrückstände, Hormone, BPA, Mikroplastik, bestimmte PFAS, Pestizid-Abbauprodukte oder Stoffe aus alten Leitungen und Armaturen werden häufig nicht oder nur teilweise berücksichtigt. Deshalb bedeutet ein unauffälliger Analysebericht nicht automatisch, dass das Wasser frei von allen möglichen Belastungen ist.
Was wird oft nicht oder nur eingeschränkt geprüft?
| Stoffgruppe | Warum oft nicht vollständig enthalten? |
|---|---|
| Arzneimittelrückstände | Viele Wirkstoffe sind Spurenstoffe und gehören nicht automatisch zu jeder Standardanalyse. |
| Hormone / hormonaktive Stoffe | Werden meist nur bei speziellen Untersuchungen betrachtet, nicht in jeder Routineanalyse. |
| Mikroplastik / Nanoplastik | Nicht Teil klassischer Trinkwasserberichte; Nachweis und Bewertung sind analytisch anspruchsvoll. |
| PFAS / Ewigkeitschemikalien | Seit 2026 gilt ein Grenzwert für die Summe von 20 PFAS. Viele einfache Analysen zeigen aber nur ausgewählte Stoffe oder Summenparameter, nicht das gesamte Spektrum. |
| Pestizide und Abbauprodukte | Häufig werden nur bestimmte erwartete Wirkstoffe geprüft, nicht jedes Pestizid und nicht jedes Abbauprodukt. |
| Industriechemikalien / Lösungsmittel / Weichmacher | Werden meist nur anlassbezogen oder in erweiterten Analysen untersucht. |
| BPA / Kunststoffbestandteile | BPA ist als Parameter in der Trinkwasserverordnung enthalten, wird in einfachen Verbraucheranalysen aber nicht immer ausgewiesen. |
| Desinfektionsnebenprodukte | Relevant vor allem dort, wo desinfiziert wird; nicht überall gleich umfangreich untersucht. |
| Legionellen | Betreffen vor allem Warmwasser- und Gebäudewassersysteme, nicht die klassische Kaltwasseranalyse des Versorgers. |
| Stoffe aus der Hausinstallation | Blei, Kupfer, Nickel, Rost, Biofilm oder Weichmacher aus Leitungen/Armaturen hängen stark vom Gebäude ab. Die Analyse des Versorgers zeigt nicht, was bei Dir nach der Hausinstallation am Hahn ankommt. |




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