Ist Umkehrosmose-Wasser gesund? Mineralien, pH-Wert und häufige Mythen
Umkehrosmose (RO) entfernt fast alle gelösten Stoffe aus dem Wasser – auch Mineralien wie Calcium und Magnesium. Deshalb hört man oft: „RO-Wasser ist zu leer“, „es entzieht dem Körper Mineralien“ oder „es ist sauer“. Was ist dran?
Zusammenfassung
- RO-Wasser enthält sehr wenig Mineralien. Den Großteil seiner Mineralien nimmt der Körper aber über die Nahrung auf, nicht über das Trinkwasser.
- Die Behauptung, RO-Wasser würde dem Körper Mineralien „entziehen“, ist bei normaler Ernährung nicht belegt.
- Der pH-Wert von RO-Wasser liegt oft leicht unter 7, weil Kohlendioxid aus der Luft gelöst wird. Das ist für die Gesundheit unbedenklich – der Körper reguliert seinen pH-Wert selbst.
- Wer einen runderen Geschmack mag: Der TLW 7 hat serienmäßig einen Mineralisierungseinsatz mit Sango-Koralle, beim TLW 4 lässt er sich ergänzen.
1. Woher bekommt der Körper seine Mineralien?
Calcium, Magnesium, Kalium und andere Mineralien stammen bei einer normalen Ernährung zum größten Teil aus Lebensmitteln wie Gemüse, Tempe und Tofu, Fisch, Nüssen und Milchprodukten. Leitungs- oder Mineralwasser trägt meist nur einen kleinen Teil zum Tagesbedarf bei. Wer sich abwechslungsreich ernährt, deckt seinen Bedarf auch mit mineralarmem Wasser.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diskutiert in ihren Veröffentlichungen, ob dauerhaft sehr mineralarmes Wasser bei einseitiger oder mangelhafter Ernährung ein Nachteil sein kann. Einen verbindlichen Mindestgehalt an Mineralien für Trinkwasser legt sie nicht fest.
2. „RO-Wasser entzieht dem Körper Mineralien“ – stimmt das?
Nein, nicht in dem Sinne, wie es oft behauptet wird. Getrunkenes Wasser wird im Körper sofort mit Speichel, Magensaft und Nahrung vermischt. Es „saugt“ keine Mineralien aus Knochen oder Gewebe. Der Mineralhaushalt wird über Nieren und Darm gesteuert.
3. Ist RO-Wasser zu sauer?
Reines Wasser nimmt Kohlendioxid aus der Luft auf. Dadurch sinkt der pH-Wert von RO-Wasser oft leicht unter 7. Zum Vergleich: Kaffee, Tee, Fruchtsäfte und Softdrinks sind deutlich saurer. Der Magen ist ohnehin stark sauer, und der Körper hält den pH-Wert seines Blutes unabhängig vom Getränk konstant. Ein leicht saurer pH-Wert von RO-Wasser ist deshalb kein Gesundheitsproblem.
4. Was RO-Wasser für die Gesundheit bringt
Der eigentliche Vorteil von RO ist das, was nicht mehr im Wasser ist: Die Membran hält den Großteil gelöster Schadstoffe wie Schwermetalle, Nitrat, Pestizidrückstände und Mikroplastik zurück, ebenso Bakterien und Viren. Gerade wenn die Qualität des Leitungswassers schwankt oder alte Rohre im Haus liegen, ist das der wichtigere Punkt.
5. Mineralisierung: für den Geschmack
Sehr mineralarmes Wasser schmeckt manchen Menschen „flach“. Der TLW 7 ist deshalb immer mit einem Mineralisierungseinsatz aus Sango-Koralle ausgestattet, der dem gefilterten Wasser wieder etwas Mineralien zufügt. Das verändert Geschmack und pH-Wert leicht. Wer das nicht möchte, nimmt den Einsatz einfach heraus – für Wasserkocher und Kaffeemaschinen ist das sogar besser, weil sich sonst wieder Kalk ablagern kann. Beim TLW 4 lässt sich eine Mineralisierung ergänzen, beim TLW 2 nicht.
Fazit
RO-Wasser ist bei normaler Ernährung bedenkenlos trinkbar. Mineralien kommen vor allem aus dem Essen, der leicht saure pH-Wert ist unbedenklich, und der Gewinn liegt in den Schadstoffen, die draußen bleiben. Wer den Geschmack runder mag, ergänzt eine Mineralisierungsstufe. Fragen? Schreib uns per WhatsApp.



